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Blog Haiti Erdbeben Projekt
10.06.2010

Blog Haiti Erdbeben Projekt

Juni 2910 Niersteiner Konfirmanden sammeln für Hilfsprojekt in Haiti

Die Konfirmanden der evangelischen Kirchengemeinde Nierstein haben sich am Ende ihrer Konfirmandenzeit verstärkt mit den Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit auseinandergesetzt. Der konziliare Prozess für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung, den Carl Friedrich von Weizäcker 1985 initiierte, war dabei das leitende Thema für die Konfirmanden. Dazu passend stand im April ein Besuch beim Wörrstädter Erneuerbare-Energie-Spezialist juwi auf dem Programm, um mehr über die Möglichkeiten der regenerativen Energieversorgung zu erfahren. Bereits im Vorfeld hatte die Niersteiner Konfirmandengruppe über das Internet von dem Hilfsprojekt für Haiti erfahren, dass der Verein „100% erneuerbar e.V.“ derzeit unterstützt. Ziel ist es, ein Kinderheim und ein Krankenhaus mit einer Photovoltaikanlage zu versehen, um den explodierenden Energiepreisen und häufigen Stromausfällen für die fossile Energieerzeugung in Haiti Einhalt zu gebieten. Vor Ort kümmern sich der Hilfsverein „Feed the hungry“ und die Organisation „Love a child“, die Betreiberin des Kinderheimes, um die Umsetzung des Hilfsprojektes.

Für dieses Projekt haben die Konfirmanden in den vergangenen Wochen fleißig gesammelt, denn es „ist uns ein Herzensanliegen, denen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ein wenig der Lebensqualität zu spenden, die bei uns zum Alltag gehört“, so der einhellige Tenor der Konfirmanden. Genau 2.386,23 Euro sind zusammengekommen, die am Dienstag von den Konfirmanden und Pfarrer Richard Dautermann an Michael Lengersdorff, Vorsitzender des 100%-Vereins, an Schatzmeister Karsten Krämer und Jean-Pierre Rummens, Vorstandsmitglied von „Feed the Hungry“ Deutschland, überreicht wurden. „Ein tolles Ergebnis, mit dem wir nicht gerechnet haben“, so Michael Lengersdorff, „und ein ganz wichtiger Beitrag, der die Realisierung des Projektes ein großes Stück näher bringt - und den Spendentopf auf mehr als 16.500 Euro anwachsen lässt.

Spenden für dieses Projekt werden gerne entgegen genommen: 100%-Vereins e.V., Konto 40 70 49 14 (BLZ 550 912 00) bei der Volksbank Alzey oder an Feed the Hungry e.V., Deutsche Bank Wiesbaden 0111 682 (BLZ 510 700 24) Stichwort PV Anlage für Haiti. 

Haiti Mai 2010

Wie schon an anderer Stelle erwähnt, geht unsere Hilfe in Haiti weiter. In den nächsten Monaten haben wir 19 Container geplant. In diesen Tagen sind neben Lebensmittel, Zelte und Zeltplanen wichtig. Die Regenzeit setzt ein und das wird für die Menschen noch mal sehr schwer werden. Ich mag gar nicht dran denken. Neben den über 2.000 Kindern die wir jeden Tag dort ernähren, kommen jetzt pro Woche 1.800 Familien dazu, denen wir Lebensmittelpakete zur Verfügung stellen. Danke für Ihre Hilfe.

Zusammenfassung meiner Haiti Reise

In den letzten 20 Jahren habe ich so manche Nachwirkungen von Kriegen oder Naturkatastrophen gesehen. Zwei Erdbeben habe ich selbst miterlebt. Die Bilder kenne ich, die sich mir dann bieten. In einem solchen Moment geht es mir nicht darum mir Gedanken zu machen, was ist denn passiert und warum ist es passiert. Beides ist für mich Zeitverschwendung. Für mich stellt sich die Frage, was kann man jetzt tun. Und wie selten in meinem beruflichen Leben, habe ich mich in Haiti gefühlt wie vor einem Berg zu stehen, der nicht zu überwinden ist. Jedes Projekt ist eine Art  Berg, den es gilt zu bezwingen um Menschen zu helfen. Und es gibt meistens einen Ansatzpunkt. Aber hier in Haiti ist es schwer. Ich habe noch nie so viele Menschen gesehen, die auf so engem Raum, so dicht zusammen gepfercht und hoffnungslos waren. Menschen hausen unter Plastikfolie. Am Wegrand vom Flughafen bis in die Innenstadt, eine  blaue oder graue Folie nach der anderen. An anderen Stellen gibt es Zelte zwischen denen, ironischerweise große Werbedisplays ragen, die Fotos von einem schönen Zuhause, Mobiltelefonen und von „Maggi“ Lebensmitteln eine heile Welt verheißen.

Kinder betteln am zerstörten Palast um Geld, um Brot. Eine alte Frau sucht in den Trümmern einer kaputten Kirche nach etwas was sie gebrauchen oder verkaufen kann. Der Gestank in der Stadt ist fürchterlich. Den Geruch von Verwesung habe ich seit Afghanistan oder Bosnien immer noch in der Nase. Doch hier mischt er sich mit verfaulten Lebensmitteln und Fäkalien. Denn nicht nur die Wasserversorgung ist zusammen gebrochen, sondern auch die Kanalisation ist kaputt und an vielen Stellen liegen alte Leitungen offen. Ganze Straßen sind deswegen gesperrt. Trotzdem bauen sich Menschen dort einen Unterschlupf, weil sie nicht wissen wohin und ihnen auch  niemand sagt, wohin es gehen könnte.

Was für eine Wohltat ist da doch das Waisenhaus von „Love a Child“ das wir von „Feed the Hungry“ seit Jahren unterstützen. Den Kinder geht es gut. Sie lachen, sind fröhlich, ausgelassen, schneiden Grimassen. Jungs spielen im Hof mit Murmeln nicht mit Nitendo und haben doch mehr Spaß mit den Glaskugeln, als so manches Kind bei uns mit dem letzten Schrei aus dem Spielzeugladen.

Die Kinder sehen gut aus, sind gut ernährt. Ein kleines Mädchen nimmt mich in Beschlag und lässt mich nicht mehr los.  Die Kinderzimmer sind sauber, hell und aufgeräumt. Ich bin froh hier zu sein und feststellen zu können, dass unser Geld, (eigentlich ist es ja Ihr Geld) hier gut angelegt ist. Es läuft hier ist in unserem Sinn. Im Lagerhaus ist voller Betrieb. Lebensmittelpakete müssen gepackt werden für die nächste Verteilung. Freiwillige aus der Gegend und Teams aus USA sind da um zu helfen. Ein Team aus Florida ist am Vortag angekommen und baut jetzt einen Spielplatz für die Waisenkinder. Lange sitze ich mit Bobby Burnette zusammen und überlegen was wir tun können. Wir sitzen draußen auf der Veranda und trinken Eistee. Es ist idyllisch dort draußen in „Fond Parisien“. Man vergisst dass hier vor Monaten ein Erdbeben getobt hat. Doch wir kommen schnell wieder zurück auf den Grund meines Besuches. Die Energiepreise sind einfach zu hoch. Diesel wird zu teuer und ist oft nicht verfügbar. Erneuerbare Energien müssen her. Es gibt keinen anderen Weg. Für das Geld das wir dann sparen, können wir viele Kinder aufnehmen, meint Bobby. Genau das ist auch mein Gedanke und der Grund warum ich hier bin. Kinder die jetzt auf der Straße leben, gibt es genug.  Mehr als wir unterbringen können.

Haiti 5. April 2010

Seit gesternabend bin ich in Miami. Was für ein Unterschied zu der "Welt" aus der ich grade komme. Habe mir noch schnell gesternabend in einem Laden Wasser geholt. Zwei Gänge voll nur mit Kartoffelchips....! Unglaublich. Die Menschen die ich den letzten Tagen getroffen habe, wären froh hätten sie einfach nur Kartoffel, ganz stinknormale Kartoffeln gehabt. Aber es macht keinen Sinn mich darüber aufzuregen. In Deutschland sind die Regale für Kartoffelchips vielleicht nicht ganz so groß, aber im Grunde genommen ist es das Gleiche. Wir haben viel, andere haben nichts. Ich werde weiterhin den Menschen in Not, ob in Haiti oder anderswo auf der Welt, helfen so gut ich es kann und es unsere finanziellen Möglichkeiten zu lassen. Und ich freue mich darauf, weiter an die Enden der Welt reisen zu können um Menschen zu helfen. Was für ein Privileg. 

Haiti 3. April 2010

Ich bin jetzt wieder zurück in der Hauptstadt Port Au Prince. Sitze jetzt hier im Hotel und schreibe meinen Bericht. Die Situation im Waisenhaus ist auf der eine Seite großartig weil es den Kindern wirklich gut geht. Viele wollten mich einfach nicht mehr los und gehen lassen. Schön zu wissen und zu spüren, wenn man(n) gebraucht wird. Auf der anderen Seite ist die Situation in der Klink sehr schwer. Patienten sind zum Teil in Zelten untergebracht. Die Schulgebäude und die Kirche sind schon umfunktioniert worden zu Krankenstationen. Das medizinsche Personal areitet rund um die Uhr. Heute war zum erstenmal ein Tag an dem sich die Ärzte einmal eine Pause gönnen konnten. Doch auch die Ärzte haben nur die Möglichkeit in Zelten zu schlafen. Das Gebäude was für Ihre Unterbringung gedacht ist, konnte noch nicht fertig gestellt werden. Das Geld, auch das was ich mitgebracht habe, wird für Lebensmittel und Medizinische Dinge gebraucht. Es ist allerhöchste Zeit das wir dort, was die Energieversorgung betrifft, etwas ändern. Die Dieselpreise steigen unaufhörlich und oft genug ist nicht immer welches vorhanden. Ein Zustand der nicht haltbar ist. Mit dem Geld für Energie könnten wir mehr Kinder von der Straße holen. Doch wir sind ja schon dabei. Helfen Sie bitte mit. Ich erfreue mich jetzt einer kühlen Brise hier im Hof des Hotels. Am rechten Arm habe ich einen Sonnenbrand. Ricko, mein Fahrer den ich hier angeheuert habe, hatte seine Klimaanlage kaputt und deswegen hatte ich den Arm ins Seitenfenster gelegt. Die Klimaanlage war aber das kleinere Problem. Auch die Bremsen waren nicht OK. Doch Gott sei Dank sind wir beide wieder heil zurück. Er will es in Ordnung bringen lassen bevor mich morgenfrüh wieder abholt. Ich versuche hier noch einen Link rein zu setzten, zu einem Zeitungsartikel der Wormser Zeitung. Sollte der Link nicht gehen, werde ich das am Montag von Miami aus machen.

Haiti 2. April 2010

In meiner Arbeit stellt sich immer wieder die Frage, wie weit geht unsere Hilfe? Was können wir tun? Was können wir nicht tun? Aber auch vor allem was sollten wir nicht tun. Dazu gehört es in erster Linie, das ich den Menschen nicht meine Meinung, meine Auffassung von Kultur aufzuzwängen. Wenn ich den Menschen helfen will, muss ich sie so annehmen wie sie sind. Ich erwarte ja auch das Gleiche von ihnen. Das tun wir doch alle, egal ob im Ausland oder im eigenen Land oder Umfeld. Deswegen muss ich mich immer wieder neu darin üben ein hundertfünfzig prozentiger Mensch zu werden. Was ich damit meine ist nicht super genau und korrekt zu werden. Damit meine ich das ich etwas von meiner eigenen Person und meiner eigenen Kultur ablege. Sozusagen auf 75% herunter schraube und mich gleichzeitig bemühe 75% der Kultur der anderen anzunehmen und dazuzulernen. Meistens bleibe ich aber nicht so lange, damit mir das gelingt. Doch den anderen, auch grade Mitarbeiter hier vor Ort in Haiti, so zu nehmen, wie sie sind. Auch wenn sie langsamer und komplizierter arbeiten als es mir lieb ist. Es ist ihre Art Dinge anzupacken. Und wenn ich mich dem anpasse, gewinne ich sie und nur so können wir gemeinsam den Erdbebenopfern helfen. Helfen auch Sie, damit wir noch mehr hier in Haiti tun können. Danke dafür. 

Haiti 1. April 2010

Liebe Besucher unserer Webseite, ich bin seit ein paar Stunden in Haiti. In den nächsten Tagen werde ich versuchen, hier auf der Webseite einige Einträge zu machen. Ob das immer möglich ist, kann ich nur hoffen, da das Internet sehr unstabil ist. Es ist jetzt zwei Uhr früh und es geht grade, deswegen nutze ich jetzt die Gelegenheit. Das Internet ist sehr langsam, daher lade ich jetzt keine Fotos hoch. Es hat mich ungefähr 1 Stunde gekostet vom Flughafen bis hier ins Hotel zu kommen. Überall sind nicht nur Trümmer, sondern was noch mehr ins Auge fällt, sind die Zelte die überall stehen. Menschen leben auf der Straße, oftmals nur unter Plastikfolie. Frauen schleppen Steine und Männer versuchen die Häuser wieder aufzubauen. Wir gut geht es uns doch. Gott sei Dank dafür. Ich werde mich morgen hier näher umsehen. Habe gestern schon Kontakt gemacht mit einer Missionsgesellschaft die sich um die Wasserversorgung kümmert. Am Samstag fahre ich nach Fond Parisien zu unserem Waisenhaus. Darauf freue ich mich sehr. Auch unser Solarprojekt (siehe weiter unten) werde ich mit Bobby besprechen, damit das in Gang kommt. Einen Fahrer um dorthin zu kommen habe ich schon gefunden. Ich wünsche Ihnen frohe Ostern, genießen Sie die freien Tage und denken Sie darüber nach um was an Ostern wirklich geht. Es geht nicht um hart gekochte bunte Eier. Es geht um den Tod JESU Christi für uns, und auch Seine Auferstehung ist für uns.

Am 21. März war es soweit. Premiere des Films "Die vierte Revolution". Ein Film von Regisseur Carl Fechner um erneuerbare Energien. Ein sehenswerter Film der uns alle zum Umdenken anregen sollte. Im Residenz Kino in Mainz teilte sich der Vorhang um 20.00 Uhr und die Premiere begann. Vorweg machte RPR1 ein Interview mit JUWI Geschäftsführer Matthias Willenbacher, Regisseur Carl Fechner und Feed the Hungry Leiter Jean-Pierre Rummens. Vor- und auch nach dem Film trafen sich viele nette Leute zu Sekt, Häppchen und toller Live Musik. In den Kinos wird neben dem Film, ein Spot laufen in dem von Schwimmweltmeisterin Britta Steffen und Matthias Willenbacher für unser Waisenhaus in Haiti um Spenden gebeten wird. Helfen Auch Sie mit, das wir durch Sonnenenergie auf dem Dach des Waisenhauses in Haiti, Geld sparen können, um mehr Strassenkindern ein neues Zuhause und Zukunft geben zu können.

 

Update 11. Februar 2010

Stefan und Lamar sind seit Montag wieder in Haiti. Weitere Container sind angekommen. Ausserdem klären die beiden, wie eine Erweiterung des Waisenhauses und auch der Klinik voran gehen kann. Leider gibt es durch das Erdbeben viele Tausend Waisenkinder mehr. Ich (Jean-Pierre) werde ab 30. März für eine Woche nach Haiti reisen, um die langfristige Versorgung zu planen.

Gedanken am 31. Januar 2010

Als ich heute Mittag vom Gottesdienst <FONT color=#800080>meiner Gemeinde</FONT> nach Hause fuhr, hörte ich die Nachrichten. Zu meiner Überraschung wurde von Haiti nichts mehr erwähnt. Das habe ich in den letzten Jahren immer wieder erlebt, da ist das Elend eines Volkes tagelang in den Medien und dann auf einmal ist es weg. Als Jemand der über 300 solche oder ähnliche Projekte geleitet hat, weiß ich was jetzt vor Ort passiert. Wenn die Kameras und Reporter das Land verlassen, gehen danach auch viele Helfer wieder nach Hause. Zurück bleiben die Menschen in ihren Trümmern.  Wir als Feed the Hungry gehen nicht, sondern werden bleiben !!!

Gedanken

Sie erleben es sicher auch immer wieder. Der Schock an der Tankstelle, die Benzinpreise sind schon wieder nach oben gegangen. In einem weißen unschuldig aussehenden Briefumschlag kommt die Rechnung fürs Heizöl oder es ist die Gasabrechnung. Jetzt ist noch mehr Sparen angesagt! Aber können Sie sich vorstellen, wie teuer es ist ein Waisenhaus und eine Krankenstation mit Energie zu versorgen? Und das in einem von Krisen geschüttelten Land wie Haiti. Erst recht jetzt nach dem Erdbeben, wird es schwer und teuer die notwendige Energie zu bezahlen. Operationen können oft nur nachts gemacht werden, weil der Strom dann halbwegs stabil ist. 

 

Update 29. Januar 2010

Am 27. Januar hat die Regierung von Haiti bekannt gegeben, das 112.392 Menschen durch das Erdbeben umgekommen ist.  196.501 Menschen sind verletzt worden und fast 1 Million Menschen sind nicht mehr in der Lage in ihre Heimat zurück zukehren.  Egal wie die Zahlen auch sein mögen, wahr ist das noch viele Menschen noch unerreicht sind und brauchen nach wie vor unsere Hilfe. Bitte helfen Sie weiter mit.

Update 28. Januar 2010

Zurzeit arbeiten wir an sieben verschiedenen Plätzen und versorgen dort etwa jeden Tag 10.000 Menschen. Bisher haben wir etwa 41.000 Liter Trinkwasser ausgegeben und 20 Tonnen Lebensmittel „verkocht“. Am Freitag (29.01.) kommen fünf 40 Fuß  Container in Saint Marc (Hafenstadt) an.  Geladen sind darin etwa 108 Tonnen Lebensmittel, Decken, Zeltplane und Medizinisches Material. Am Sonntag kommt über die Dominikanische Republik ein 20 Fuß Container mit 23 Tonnen Reis, Bohnen und Speiseöl. Ein FTH Team aus Freiwilligen aus der Dominikanischen Republik kommt um bei der Verteilung zu helfen

Update 25. Januar 2010

Eine tolle Idee hatten Kinder einer sechsten Klasse einer Ingelheimer Schule. Sie backten Muffins und verkauften sie in der Pause für 50 Cent an die Mitschüler. Das ZDF Kindermagazin "Logo" war mit dabei und hat am Freitag (22.01.) in der Logo Sendung einen Bericht dazu gemacht. Jean-Pierre war ebenfalls in der Schule und hat den Kindern viele Fragen über das Hilfsprojekt in Haiti und die Arbeit von Feed the Hungry beantwortet. Ein Schüler fragte wie viel ein Essen für einen Überlebenden in Haiti kosten würde. Als Jean-Pierre ihm sagte das eine Mahlzeit 25 Cent kosten würde, nahm er sich vor zu errechnen, wieviel Mahlzeiten zusammen kommen durch den Verkauf der Muffins. Nur jetzt kann der Junge rechnen. Es kamen über 800,00 Euro zusammen. Vielen Dank. 

Update 19. Januar 2010

In den frühen Morgenstunden hatte ich Kontakt mit Stefan der seit einigen Tagen auf Haiti ist. Er bestätigt den katastrophalen Zustand dort. Unser Team ist untergekommen in einem Gemeindegebäude einer Gemeinde mit den wir seit Jahren zusammen arbeiten. Etwa 230 Kilo Medikamente, erste Hilfe Material und auch Material um Knochenbrüche zu schienen, sind angekommen und auch in der Hauptstadt Port au Prince angekommen. Das ist schon ein kleines Wunder das es bei dem Chaos durchgekommen ist. Es wird unter der Aufsicht der Gemeinde an Ärzte verteilt. Auch die 1.500 Liter Trinkwasser sind an die Gemeinden zum weiterverteilen angekommen. Zwei weitere Container mit 20 Tonnen sind unterwegs und weitere werden in Florida gepackt. Danke für jede Spende die bisher eingegangen ist. Stefan meinte wir werden wohl in den nächsten Jahren immer wieder gefordert sein um auf Haiti zu helfen. Hier noch einmal unsere Bankverbindung.

Deutsche Bank Wiesbaden

Konto 0111 682 / BLZ 510 700 21

Stichwort: Haiti

 

Update 14. Januar 2010

 

Rückblick: Seit 1989 sind wir in Haiti involviert. Zurzeit Versorgen wir 2.200 Waisenkinder täglich mit Essen, Unterkunft und Schulausbildung. In diesen 20 Jahren haben wir etwa 3 Millionen Tonnen Lebensmittel nach Haiti verschifft. Immer wieder wurde das Land durch Aufstände, Unruhen oder Naturkatastrophen durch geschüttelt. Unser letztes großes Projekt war 2008 als ein Hurrikan das Land zum Teil verwüstete. Das ist angelaufen:

Bereitstellung von einfach zuzubereitenden Mahlzeiten und abgefülltes Wasser

Koch Utensilien, Kunststofffolien als vorübergehende Unterkunft, Decken, Kerzen

Seife und Hygieneartikel. Etwa 100 Tonnen konnten wir vor Ort auftreiben. Zwei Container mit jeweils 20 Tonnen sind von Miami unterwegs. Für 25,00 Euro können wir 150 Kilo Lebensmittel und andere Hilfsgüter anschaffen. Für jede Spende in Höhe von 25,00 Euro, senden wir Ihnen als kleines Dankeschön das Buch von Jean-Pierre "Wenn die Fliegen in der Küche sind"!

 

 

Liebe Partner von Feed the Hungry,

 

Sie haben es sicherlich schon gehört. In Haiti hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Der Wert auf der Richterskala liegt wohl bei sieben. Es war wohl nur 9 Kilometer unter der Erdoberfläche. Jetzt in den frühen Morgenstunden wird sich das Ausmaß wohl erst richtig zeigen. Es war nicht einfach mit unserem Mitarbeiter vor Ort Joseph Krabacher in Kontakt zu treten. Alle Telefonleitungen sind unterbrochen. Über ein ausländisches Handy konnten wir ihn und auch Pastor Astrel Vincent erreichen. Das Waisenhaus das außerhalb der Hauptstadt Port au Prince liegt ist wohl Gott sei Dank verschont geblieben. Sorge macht uns aber das Krankenhaus in der Innenstadt. Es ist wohl total zusammen gebrochen. Selbst der Regierungspalast ist kollabiert und der war sicher gut und sicher gebaut. Im Krankenhaus unterhalten wir in einem Anbau, eine Säuglingsstation für ausgesetzte Babies. Da haben wir noch keinen Bericht. Die Zahl der Toten liegt bei ein paar hundert. Das wird sich nach meiner Erfahrung aber noch ändern, bei dieser Stärke des Erdbebens. Unsere Hilfe ist angelaufen. Ich werde heute online Geld anweisen an die Kollegen in den USA. Sie sitzen nahe am Geschehen. Ich selbst werde nicht gehen. Diese Mail schreibe ich aus dem Wartezimmer meines Hausarztes, mich hat es irgendwie erwischt. Aber ich habe einen Doktor den ich aufsuchen kann, die Menschen in Haiti nicht. 

 

Bitte helfen Sie uns dass wir folgende wichtigen Hilfsgüter kaufen und von USA aus versenden können: Zeltplanen, Decken, Trinkwasser, Nahrungsmittel,

 

Ich weiß Weihnachten ist grade vorbei und diese Jahreszeit ist immer teuer. Doch möchte ich Sie trotzdem bitten uns, bzw. den Opfern in Haiti zu helfen.

 

Via Telefon werde ich meine Erfahrung in Erdbebengebieten einbringen und weitergeben. Wie die Arbeit und Hilfe voran geht Update werde ich auf unserer Homepage veröffentlichen. <FONT color=#800080>www.feedthehungry.de</FONT>

 

 

Vielen Dank für Ihre Hilfe.

http://www.christusgemeinde-fegw.de/ 

Daher sind wir mehr als froh, ja schon ein wenig Stolz, das wir jetzt Teil eines großen Projektes geworden sind. In Partnerschaft mit der Firma JUWI in Wörrstadt, wird eine Photovoltaik Anlage auf dem Dach des Waisenhauses errichtet. Entstehen wird das ganze aus der JUWI Kampagne "100% erneuerbar". Mittelpunkt der Aktion steht der kürzlich auf der Berlinale vorgestellte Film "Die 4. Revolution - Energy Autonomy", der ab 18. März auch in den deutschen Kinos laufen wird. Einen Blog zum Projekt, dem Film und der Berlinale gibt es hier.

Es geht vieles: Energie, unsere Umwelt, unseren Planeten und um Kinder die Wärme brauchen.